Donnerstag, 19. April 2012 von Rosmarie Bog

Viel zu wenig bekannt ist, dass das „herzige Veilchen“ aus Mozarts Lied nicht nur einen bezaubernden Duft sondern auch bemerkenswerte Heilkräfte besitzt. Von Hildegard von Bingen stammt das Rezept einer Salbe, die wahre Wunder zu wirken vermag. Allerdings ist die Herstellung langwierig, vor allem deshalb, weil es viel Zeit und Geduld kostet, die benötigte Menge von Veilchenblüten zu sammeln.

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Sonntag, 15. April 2012 von Rosmarie Bog

Leute, es ist Bärlauchzeit! Endlich ist der Winter wieder einmal überstanden. Auf den Hängen hinter unserer kleinen (aber feinen) Kapelle an der Jagst grünt es einfach unverschämt, geradezu aufdringlich grün. In einigen Wochen wird man es auch riechen, dass sich hier ein ganzes Bärlauchvolk angesiedelt hat. Im Augenblick aber gibt es noch keine Blüten, die sich durch ein ziemlich penetrantes Knoblauchparfüm bemerkbar machen.

Noch liegt die ganze Kraft der Pflanze in den Blättern, die den Waldboden wie ein dicht gewebter Teppich bedecken. Ab und zu steht einmal eine Aronstabpflanze dazwischen, aber die spatenförmigen Blätter dieser hier in der Gegend sehr verbreiteten Pflanze (eine Heilpflanze!) sind gut von den Blättern des Bärlauchs zu unterscheiden. Und wer ganz sicher sein will, die richtige Pflanze zu sammeln, der halte ein Blatt an die Nase: ganz unverkennbar aus dem Geschlecht der von und zu Knoblauch! Maiglöckchen haben – abgesehen von der fehlenden „Duftfahne“ – einen völlig anderen Wuchs. Bei ihnen kommen aus einem Grundstiel mehrere Blätter heraus, beim Bär1auch wächst jedes Blatt für sich aus dem Boden.

Bärlauch

Maiglöckchen

Und nun genug gefachsimpelt, auf geht’s zur ersten Erntekampagne des Jahres 2012. Eine Viertelstunde Bückerei und der Korb ist voll, vollgefüllt bis zum Rand mit Gesundheit pur.

Und wie wollen wir nun unseren grünen Blätterschatz verwerten? Bärlauch ist längst kein Geheimtip mehr. Hochgelobte Haubenköche haben sich seiner angenommen. Am besten aber, mit Verlaub, schmeckt er mir in einer einfachen Brennsuppe, als Beilage zu einem bunten Frühlingssalat, dem man auch noch eine Handvoll Giersch-, Löwenzahnblätter und etliche Blütenköpfchen vom Gänseblümchen beifügen kann. Oder aber man zermust die Blätter mit etwas Wasser im Mixer und rührt mit dieser Flüssigkeit einen Spätzleteig an. Bärlauchspätzle mit einigen goldbraunen Zwiebelschnitzen und einer ordentlichen Portion frisch geriebenem Parmesankäse überbacken, ein Hochgenuss, der auch einen mageren Geldbeutel nicht belastet.

Zur Erinnerung für alle, die nur ab und zu kochen, hier das Rezept einer von vielen Bärlauchsuppen: 2 Esslöffel Butter oder Schmalz in einem Topf zerlaufen lassen, 2 Esslöffel Mehl darin anrösten (aber nicht braun werden lassen). Nun mit Suppe, Gemüsebrühe oder einem Wasser-Milch-Gemisch auffüllen und einige Minuten durchkochen lassen. Mittlerweile Bärlauchblätter (10 Stück oder auch mehr) mit etwas Wasser im Mixer zermusen und dann in die Suppe einrühren, oder die klein geschnittenen Blätter in die Suppe geben und anschließend mit dem Stabmixer zerkleinern. Eventuell noch ein Sahneklecks und einige geröstete Brotwürfelchen – fertig ist das ebenso gesunde wie delikate Süppchen.

Wer die Bärlauchsaison verlängern möchte, kann Bärlauchblätter mit Öl zermixen. Dieser einfache Bärlauchpesto hält sich im Kühlschrank, in ein Schraubglas gefüllt, mehrere Wochen. Man kann die Paste auch in verschließbare Plastikschüsselchen füllen und im Tiefkühlfach lagern, dort hält sie sich bis zu einem Jahr. Bärlauch ist, wie alle Knoblauchgewächse, ein Durchputzmittel für die Adern. Zu diesem Zweck kann man die Blätter in hochprozentigem Schnaps einige Wochen ausziehen, dann abseihen und in kleine Fläschchen abfüllen. Täglich ein halbes Teelöffelchen voll von dieser Bärlauchtinktur einnehmen.

Haben Sie Lust aufs Sammeln bekommen? Dann lassen Sie sich auch durch trübes Wetter nicht abhalten. Beim Bärlauch spielt es keine Rolle, ob man ihn trocken oder nass pflückt. Zuhause gleich waschen und bis zur Weiterverarbeitung im Kühlschrank deponieren.

Samstag, 7. April 2012 von Ruth Dießl

Wir wünschen Ihnen ein schönes Osterfest!

Osterbrunnen in Oedheim

Bärlauch frisch aus dem Wald

Knospen – kurz vor dem Platzen! Jetzt wird es bald grün

Veilchen – die ersten Farbtupfen mit einem betörendem Duft

Da kann auch der kleine Fuchs nicht widerstehen

Löwenzahn – gut gewaschen schmeckt er herrlich als Zugabe im grünen Salat

Im Garten wird es auch bunt, passend zu Ostern

Die Obstbäume blühen auf

Genuß pur – die wärmenden Sonnenstrahen

Donnerstag, 1. März 2012 von Rosmarie Bog

Ich bin kein sehr politischer Mensch, was nicht bedeutet, dass ich mich nicht in den täglichen Nachrichten darüber informiere, was auf unserem schönen blauen Planeten so alles geschieht. In den letzten Wochen wurde auf allen Fernsehkanälen das Trauerspiel „Der Wolf ist tot“ gegeben. Ich muss gestehen, ich war nie ein Fan von unserem nunmehr zurückgetretenen (besser: zurückgetreten wordenen) Bundespräsidenten.

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Mittwoch, 18. Januar 2012 von Rosmarie Bog

Da ist es also pünktlich an das alte Narrenschiff Erde angedockt, dieses neue Jahr, das zweitausendzwölfte unserer Zeitrechnung. Ziemlich nass und windig war der Empfang; ein Wunder, dass der ganze Feuerzauber, der als Willkommensgruß in den Himmel geschossen wurde, nicht schon am Boden den Geist aufgab.

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Donnerstag, 8. Dezember 2011 von Rosmarie Bog

Eine der geheimnisvollsten Heilpflanzen, die in unseren Breiten wächst, ist die Mistel. Schon ihr äußeres Erscheinungsbild, die merkwürdig ledrigen Blätter, die fahle gelbgrüne Farbe, hebt sie aus dem bunten Strauß der übrigen Verwandtschaft heraus.

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Montag, 21. November 2011 von Rosmarie Bog

Das ist ein Herbst, wie wir ihn lange nicht hatten: die Tage golden, kraftvoll, intensiv. Die Nächte zuweilen nebelverhangen, zuweilen von einer tiefen Klarheit, wie sie nur dem Herbst eigen ist. Die Apfelbäume brachen unter ihrer Last fast zusammen, Birnen glühten prall und saftig aus dem Laub, das mittlerweile die Farbe von altem Burgunder angenommen hat. Die Weinernte verheißt einen guten Jahrgang. Die Buchenwälder schwelgen in wahren Farborgien.

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Sonntag, 30. Oktober 2011 von Rosmarie Bog

Es ist wieder einmal Herbst geworden. Die Nächte dehnen sich aus, die Schatten werden länger, das Licht der tiefstehenden Sonne ist nicht mehr so strahlend, es wirkt irgendwie dunkler, verhaltener. Es ist, als hätte die ganze himmlische Beleuchtung da oben die Glühbirnen ausgetauscht: vierzig statt hundert Watt.

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