Das ist ja heuer das pure Kontrastprogramm zu der allenthalben angekündigten katastrophalen Erderwärmung. Oder macht uns Mutter Natur auf diese Weise verständlich, dass wir nicht einmal im negativen Fall das Zünglein an der Waage sind, als das wir uns in unserem Größenwahn halten?
Ach, lieber Dichter, wo flattert es bloß, dein Hoffnungsband? Und wo sind sie, deine Veilchen? Sie träumen schon viel zu lange, wollen einfach nicht wach werden. Warum auch? Kaum stecken sie ihre Köpfchen aus dem Boden, empfängt sie ein unfreundlicher, griesgrämiger Ostwind.

„Henne oder Ei?”
Die Gelehrten und die Pfaffen
streiten sich mit viel Geschrei,
was hat Gott zuerst erschaffen -
wohl die Henne, wohl das Ei!
In Gedanken
ein Gedicht von Wilhelm Busch
Wie liegt die Welt so frisch und tauig
vor mir im Morgensonnenschein.
Entzückt vom hohen Hügel schau ich
ins frühlingsgrüne Tal hinein.
Es ist Februar geworden. Der Winter wird langsam zum alten Mann, schüttelt den letzten Schnee aus seinem Mantel, zeigt uns aber mit eisigen Nächten, dass er noch nicht gewillt ist, das Feld zu räumen.
Für alle Teilnehmerinnen am Niederstettener Adventsabend am 12. Dezember und für alle anderen Leserinnen und Leser, die gern einmal ein neues Rezept ausprobieren:
Herbst ist eine besondere Zeit. Nie im Jahr werden die Gegensätze des Lebens spürbarer, rücken Dunkel und Hell, Sonnenschein und Nebelschwaden dichter zusammen als in diesen Tagen jenseits des Septembers. Es ist die Zeit des „Einwendig-Werdens“, wie man in Bayern sagt, die Zeit, Bilanz zu ziehen. Wie ist das Jahr gelaufen? Waren Soll und Haben einigermaßen ausgeglichen?
Nein, diesmal geht es nicht um die Hagebutte. Mein Männlein hat auch kein „schwarz Käppelein“ auf dem Kopf sondern ein knallrotes. Dann kann es ja eigentlich nur der Fliegenpilz sein, denkst du. Ist es aber nicht. Es ist die in unseren Wäldern selten gewordene Rotkappe, die allerdings dort, wo sie sich sehen lässt, meist gleich in der Stärke der Kelly-Familie auftritt: Vater, Mutter und zehn Kinder.
























